Hamburg (ddp). TV-Regisseur Volker Weicker übt scharfe Kritik an den aktuellen Übertragungen der Weltmeisterschaftsspiele in Südafrika. «Mir ist das alles zu glatt, zu brav, - kurz: emotionslos», sagte er dem «Spiegel» laut Vorabbericht. Man sehe viel zu oft das ganze Spielfeld in der Totalen, die Dynamik des Spiels komme nicht beim Zuschauer an. Auch die Supersuper-Zeitplupen hätten sich völlig abgenutzt, weil sie zu oft gezeigt würden. Weicker, der Live-Regie bei mehreren Kanzler-Rededuellen und Sport-Großereignissen wie der Fußball-WM 2002 führte, fordert auch mehr Emotionalität: «Ich will nicht nur Jubel sehen, sondern auch traurige Gesichter. Bei einem großen Turnier sollten Maßstäbe in Sachen Emotionalität gesetzt werden. Von solchen Glanzlichtern ist die Inszenierung dieser WM weit entfernt.»